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Farbwechsel – Theater mitten im Katharinenviertel, Freitag 18. September 19:30 Uhr, MQ4 – Museumsquartier Osnabrück / Villa Schlikker

das Musiktheater Lupe erzählt an Originalschauplätzen Geschichten über das Leben im Katharinenviertel der 1920er Jahre

„Farbwechsel – Theater mitten im Katharinenviertel! Farbwechsel erzählt an Originalschauplätzen große und kleine Geschichten über das Leben im Katharinenviertel der 1920er Jahre, wo Menschen verschiedenster Herkunft und Religion, „Arm und Reich“ nebeneinander lebten. Inmitten großer politischer Umbrüche und Entwicklungen bemühen sich die Menschen trotz Inflationen und zunehmendem Antisemitismus ihre Existenzen zu sichern und ein ganz normales Leben zu führen. Bei „Farbwechsel“ geht es um die kleinen Leute und um Frauen, die etwas bewegen wollen – um Veränderungen. Auftakt dieses soziokulturellen Projektes, das der Verein der BürgerInnen und Bürger des Katharinenviertels e.V. initiert und in Kooperation mit dem Musiktheater LUPE realisieren konnte, war die Aufforderung an die aktuellen BewohnerInnen des Viertels, sich mit der Geschichte ihrer Häuser und Wohnungen zu beschäftigen. Ihre Erzählungen und eine ausführliche Recherche sind die Grundlage der in „Farbwechsel“ erzählten Geschichten.Diese Geschichten hat die Autorin und Projektleiterin Katrin Orth zu einer besondern Theaterkollage verwoben, in denen Erzähltes, historische und aktuelle Orte und die Geschichte der 20er Jahre in Osnabrück einen neuen Blick auf das Katharinenviertel werfen. Die Aufführungen sind der Höhepunkt des Projektes „Farbwechsel“ und diese 6 Aufführungen im September 2020 die einzige Möglichkeit, „Farbwechsel“ mit allen seinen Schattierungen, SpielerInnen und Geschichten zu erleben. Entstanden ist eine theatrale Begehung des Katharinenviertels mit Theater, Musik, Tanz und Videoinstallationen. Beginnend am Felix Nussbaum Museum werden die ZuschauerInnen durch insgesamt 7 Orte im Viertel geleitet und erleben die teils bekannten Orte aus einer ihnen unbekannten Perspektive neu. Insgesamt über 60 Mitwirkende - Profi- und AmateurschauspielerInnen, MusikerInnen, TänzerInnen, TechnikerInnen, HelferInnen und „guides“ - nehmen das Publikum mit auf eine Zeitreise. "Farbwechsel" findet an allen Spielorten draußen statt. Wir bitten das Publikum, sich dem Wetter angemessen zu kleiden und wenn mögliche, einen eigenen leichten Klappstuhl oder -hocker mitzubringen.Wir werden versuchen, die Veranstaltung auch bei herbstlichem Wetter durchzuführen. Sollte eine Veranstaltung wider erwarten nicht stattfinden können, bitten wir Sie, von der Erstattung des Eintrittsgeldes abzusehen. Sie unterstützen die Kulturarbeit im Viertel.

Eintritt: 23€

Das Angebot ist beendet

Angebots-Ort

Heger-Tor-Wall 27
49078 Osnabrück

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MQ4 – Museumsquartier Osnabrück / Villa Schlikker

Die Villa Schlikker ist ein Ort mit wechselhafter Vergangenheit. Ursprünglich als bürgerliches Wohnhaus für die Familie Schlikker erbaut, wurde sie 1932-1945 das Osnabrücker Hauptquartier der NSDAP und damit regionale Schaltzentrale der NS-Diktatur. Heute ist die Villa Schlikker als Teil des MQ4-Areals ein Lernort gegen Rassismus und Ausgrenzung. Diese ursprüngliche „Topografie des Terrors“ – in unmittelbarer Nachbarschaft zum Felix-Nussbaum-Haus gelegen, das an den 1944 in Auschwitz ermordeten Osnabrücker Maler Felix Nussbaum erinnert – verstehen wir bewusst als einen öffentlichen Ort der Begegnung. Hier möchten wir gemeinsam mit Ihnen diskutieren: Was macht ein menschliches und friedliches Miteinander aus? Was bedeutet eine demokratische Zivilgesellschaft für uns alle? Was bedroht sie? Und wie wirkt sich unser individuelles und gemeinschaftliches Handeln dabei aus? Unser Museum ist ein Forum und Friedenslabor – Treffpunkt, gelebte Gesellschaft. Zukünftig werden wir uns in der Villa Schlikker intensiv mit Hans Georg Calmeyer (1903-1972) beschäftigen und seinem Wirken eine Dauer-Ausstellung widmen. Der Osnabrücker Rechtsanwalt arbeitete in den besetzten Niederlanden als Referent in einer Nazi-Behörde. Dabei rettete er mithilfe von gefälschten Abstammungsnachweisen zwischen 3.000 und 5.000 Juden und Jüdinnen vor dem sicheren Tod in der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie. Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem zählt ihn zu den „Gerechten unter den Völkern“. Vor dem Hintergrund seines Lebensweges von der Weimarer Republik über die Jahre des Nationalsozialismus bis in die bundesdeutsche Nachkriegszeit lassen sich Handlungsspielräume in Zeiten der Unterdrückung aufzeigen und diskutieren: Gab es in Nazi-Deutschland abseits der Propaganda echte „Helden“? Wo und wann werden Menschen „widerständig“? Was bedeutet zu welcher Zeit „Zivilcourage“? Und wie organisieren die Überlebenden von Krieg und Diktatur angesichts ihrer unterschiedlichen Erfahrungen ein neues gesellschaftliches Miteinander? Reichlich Stoff insbesondere für Jugendliche und Studierende, um an einem ehemaligen Ort der NS-Diktatur gemeinsam an einer friedlichen Zukunft zu arbeiten: in Workshops, auf Tagungen, in Arbeitsgemeinschaften und bei Kooperationsveranstaltungen. Es gilt, die friedliche Zukunftsperspektiven für unsere Zivilgesellschaft auszuloten.

http://www.museumsquartier-osnabrueck.de

Heger-Tor-Wall 27
49078 Osnabrück